Umweltschutz

Prozesse in der Textilveredelung sind ressourcenintensiv und damit von hoher Umweltrelevanz. Wasser, Textilhilfsmittel und Energie werden in hohen Mengen ge- bzw. verbraucht. Der Anfall von Schmutzwasser und verunreinigter Abluft lässt sich mit moderner Technologie zwar vermindern jedoch nie völlig vermeiden. Darüber hinaus beeinflussen wir als Auftragsveredler wesentlich die humanökologischen Eigenschaften der späteren Endprodukte.

Mit den sich daraus ergebenden Herausforderungen wurde unser Unternehmen schon frühzeitig konfrontiert. Aufgrund der besonderen Anforderungen des Standortes in einer ländlichen Umgebung wurden die Auswirkungen der industriellen Produktion schnell sichtbar. Daher werden zum Beispiel die Abwässer bereits seit den 1960er Jahren in einer eigenen Betriebskläranlage gereinigt.

In den letzten Jahren haben wir verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Umweltbelastungen zu minimieren. Diese setzen zunächst in der Vermeidung von Umweltbelastungen an:

  • Einsatz intelligenter Prozesssteuerungen in der Produktion
    Diese ermöglichen uns, die Verfahren und Prozesse für jede Einzelpartie optimal auf die Anforderungen an das Endprodukt abzustimmen.
  • Verwertung von Restdruckpasten
    Restdruckpasten aus der Druckerei werden gesammelt und in einer vollautomatischen Rezeptierungs- und Dosieranlage für Neuansätze wieder verwendet. Die hierfür entwickelte TPR-Anlage (Total Printpaste Return) ist in der textilen Branche bisher einzigartig.
  • Sammlung von Restklotzflotten und Restpasten
    Hierdurch werden schlecht eliminierbare Textilhilfsmittel aus dem Abwasser zurück gehalten.
  • Einsatz von Wärmerückgewinnungsanlagen
    Energie aus Abwasser und Abluft werden in den Kreislauf zurückgeführt und reduzieren den Einsatz von Primärenergie und damit den CO2-Ausstoß merklich.
  • Abfalltrennung
    Abfälle werden bereits in der Produktion nach Wertstoffen sortiert und – soweit möglich – einer Verwertung zugeführt. Der zu entsorgende Anteil wird dadurch so gering wie möglich gehalten.

Nicht vermeidbare Umweltbelastungen werden nach dem Stand der Technik reduziert:

  • Kläranlage
    Abwässer aus der Produktion werden in einer dreistufigen Kläranlage mechanisch – biologisch und chemisch physikalisch gereinigt und anschließend direkt in einen Vorfluter eingeleitet. Organische Stoffe im Abwasser werden zu mehr als 95 % aus dem Abwasser entfernt, was bei der schweren Eliminierbarkeit der Farb- und Textilhilfsmittel eine besondere Herausforderung ist. Das aufnehmende Gewässer ist besonders empfindlich und die Einleitung erfolgt in einem Naturschutzgebiet. Die einzuhaltenden Ablaufwerte gehen daher weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.
  • Regenwasserbehandlungsanlage
    Auch das gesammelte Regenwasser kann das Gewässer belasten. In einem Regenklärbecken werden Schmutzstoffe zurückgehalten. Ein Regenrückhaltebecken hält darüber hinaus übermäßige Wassermengen zurück, die bei Starkregen anfallen. Durch den gleichmäßigen gedrosselten Ablauf , wird der empfindliche Vorfluter geschont.
  • Abluftbehandlung (RNV-Anlage)
    Belastete Abluft aus den Textilveredlungsanlagen wird in einer RNV-Anlage thermisch gereinigt. Der Wirkungsgrad für organische Verunreinigungen liegt über 98 %. Die Abkürzung RNV steht für „Regenerative NachVerbrennung“. Regenerativ bezieht sich dabei auf die für die Verbrennung notwendige Energie, die zu etwa 95 % in der Anlage verbleibt. Die übrigen 5 % werden über ein neu entwickeltes Wärmemanagementsystem in der Textilveredlung effektiv genutzt. In der Gesamtbilanz wird durch diese Anlagenkombination neben einer verbesserten Abluftreinigung weniger Energie verbraucht und damit weniger CO2 ausgeschieden. Die Verwirklichung dieses Projektes wurde in den Jahren 2011/12 mit Mitteln aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums gefördert.

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